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19 Gründe, sich (k)eine Dogo Argentino anzuschaffen

Auch dieser majestätische Hund muss leider unter dem Deckmantel des „Kampfhundes“ leben, wegen dem Leute die Straßenseite wechseln und ihre Kinder hinter sich verstecken, sobald sie diese Rasse auch nur erblicken. Dem Ruf der Argentinischen Dogge sind nicht einmal die Zeitungsschlagzeilen behilflich, die sie oft als Schuldige bei Angriffen auf Menschen bezeichnen. Aber was steckt wirklich hinter der Argentinischen Dogge? Vielleicht noch viel mehr, als Sie es erwarten würden.

ACHT Gründe, sich eine Dogo Argentino ANZUSCHAFFEN

  • Für sportliche Menschen mit Erfahrungen an Hundeerziehung, ist die Argentinische Dogge ein großartiger Partner für eine Reihe von sportlichen Aktivitäten. Die Hunde sind unglaublich verspielt und lieben Bewegung.  
  • Intelligenz fehlt der Argentinischen Dogge sicherlich nicht. Sie sind sogar sehr gelehrig und fähig, auch anspruchsvolles Training zu durchlaufen. 
  • Die Anwesenheit dieses Hundes lässt jeden Dieb zweimal überlegen, ob ihm ein möglicher Diebstahl ein Zusammentreffen mit diesem großartigen Wachhund wert ist. 
  • Einer seiner großartigen Wesenszüge ist seine Zugewandtheit gegenüber Kindern und der ganzen Familie. Sie lieben ihren Besitzer und ihre Familie nicht nur, sondern sind auch allzeit bereit, sie zu beschützen. 
  • Die Fellpflege ist bei dieser Rasse weder kompliziert, noch zeitlich anspruchsvoll, also können Sie sich statt des Bürstens lieber anderen Aktivitäten widmen.  
  • Ein Leben in einer Wohnung steht der Anschaffung einer Argentinischen Dogge nicht im Wege, solang Sie ihnen genug Bewegung und mentale Aktivität bieten können. 
  • Die Argentinische Dogge ist ein natürlicher Jäger, dem Zähigkeit, Selbstsicherheit und ein kluger Kopf sicher nicht fehlen.  
  • Die Argentinische Dogge gehört zu den leiseren Rassen, es erwartet Sie also kein hartnäckiges, ständiges Gebell – was die Nachbarn sicher auch freuen wird.  

ELF Gründe, sich KEINE Dogo Argentino anzuschaffen 

  • Die Argentinische Dogge gehört nicht in die Hände von Menschen, die sich nicht besonders mit der Erziehung ihres vierbeinigen Freundes beschäftigen wollen. Die Rasse muss mit einer konsequente Erziehung geführt werden, damit aus ihr ein ausgeglichener Hund wird, der für seine Umgebung keine Gefahr darstellt. 
  • Beim Anblick des großen, athletischen Körpers dieser wunderschönen Tiere muss wohl jedem klar sein, dass sie wirklich viel Bewegung benötigen. Wenn sie nicht genügend Bewegung haben, suchen sie sich meist eine eigene Beschäftigungsform. 
  • Fremde Menschen müssen oft erst Vertrauen aufbauen, um auf die Freundesliste der Argentinischen Dogge zu gelangen. Oft sind sie fremden Menschen gegenüber misstrauisch und sehr wachsam.  
  • Wenn Sie diese Rasse in einem Haus mit Garten halten wollen, geben Sie sich auf jeden Fall Mühe damit, Ihr Grundstück ausbruchsicher zu gestalten – die Argentinische Dogge ist nämlich sehr territorial veranlagt und verteidigt ihr Territorium heftig. 
  • Damit die Argentinische Dogge ganzjährig draußen gehalten werden kann, benötigen sie eine wärmegedämmte Hundehütte. Dank ihres kurzen Fells vertragen sie Kälte nämlich schlecht.  
  • Die Beziehung zu anderen Tieren gestaltet sich bei diesen Hunden oftmals als nicht innig. Argentinische Doggen können sehr dominant sein und müssen sich nicht gut mit anderen Hunden vertragen. 
  • Ein großer Hund frisst viel – das ist logisch! Bereiten Sie einen großen Vorrat an qualitativ hochwertigem Futter vor! 
  • Der stark entwickelte Jagdtrieb der AD kann zur Gefahr für kleinere Haustiere, oder beim Zusammentreffen mit Wild werden. 
  • Das Fell der Argentinische Dogge ist immer rein weiß, das macht die Farbauswahl nicht schwer. Seien Sie bei der Auswahl der Zuchtstation aber sorgfältig! Wählen Sie nur aus denjenigen aus, die bei ihrer Nachzucht den BEAR Test durchführen, der eine mögliche Taubheit aufdeckt (bei dieser Rasse kommt sie leider häufig vor).
  • Mit einer Argentinischen Dogge können Sie viele Orte leider nicht besuchen – in manchen Ländern ist der Zutritt für diese Rasse nämlich explizit verboten, oder es gibt klar festgelegte Bedingungen.  
  • Wenn Sie sich diesen wunderschönen Hund anschaffen, wird Ihr Umfeld wahrscheinlich negativ reagieren – besonders, wenn sie das wahre Wesen dieser Rasse nicht kennen. Es ist also besser, sich im Voraus auf mögliche negative Kommentare, nicht nur aus dem Familienkreis, sondern auch von schockierten Passanten, vorzubereiten.  

Zusammenfassung

Schon in der Einführung wird sonnenklar, dass die Argentinische Dogge bei Weitem kein Hund für Jedermann ist. Diese spezifische Rasse braucht einen wirklich verantwortungsvollen Besitzer, der sich der Bedürfnisse seines Hundes bewusst ist und ihn so erziehen kann, dass er für seine Umgebung nicht gefährlich ist. Die Erziehung eines solchen Hundes ist nicht immer einfach, deshalb wird die Argentinische Dogge Besitzern empfohlen, die mit einer solchen Rasse bereits Erfahrung haben und genug Zeit für ihren Liebling aufbringen können. Menschen, die sich Argentinische Doggen nur für ihr Image anschaffen, können diese Entscheidung bitter bereuen – die falsche Erziehung kann aus dem weißen Knäuel einen psychisch labilen Hund machen, der im Grenzfall nicht nur andere Tiere, sondern auch Menschen stark verletzen kann. Unter anderem deshalb ist die Zucht und der Import dieser Rasse in manchen Ländern strikt untersagt. Seien wir aber nicht negativ! Die Argentinische Dogge kann ein wertvoller Arbeitshund, oder ein Familienmitglied werden, das für seine Familie sein Leben geben würde. Die hohe Intelligenz und die hervorragenden athletischen Fähigkeiten bieten Besitzern einer Argentinischen Dogge eine große Palette an unterschiedlichsten Aktivitätenan, die sie mit ihrem weißen Partner ausüben können.

Menschen schaffen sich diese Rasse oft auch als Wachhund an, was dank ihrer territorialen Veranlagung und dem Misstrauen fremden Menschen gegenüber verständlich ist. Es ist aber wichtig, daran zu denken, dass die Argentinische Dogge trotzdem Menschenkontakt braucht, um ihre Psyche gesund zu erhalten – die Bewachung von abgeschotteten Grundstücken ist also nicht besonders geeignet für sie. Gleich verhält es sich auch mit dem langfristigen Aufenthalt in einem Zwinger. Wenn die Dogge jedoch ausreichend Kontakt zu Menschen hat, kann sie ,unter der Voraussetzung einer wärmegedämmten Hundehütte und einer stabilen Abzäunung, das ganze Jahr über draußen gehalten werden. Wird dem

Hund genügend Bewegung und psychische Aktivität geboten, kann er auch in einer Wohnung gehalten werden. Man muss auf jeden Fall anmerken, dass die AD oft schlecht mit anderen Haustieren klarkommen, deshalb ist es nötig, sich ihr Zusammenleben mit anderer Fauna gut zu überlegen. Im Klaren sollten Sie sich auch über die finanzielle Seite der Pflege eines so mächtigen Hundes und die Anschaffung selbst sein – wir empfehlen auf jeden Fall, sich nach einer geeigneten Zuchtstation umzusehen, die bei ihren Welpen mögliche Hörschädigungen untersucht – diese tauchen bei dieser Rasse nämlich leider auf. 

Allgemeine Charakteristik der Argentinischen Dogge

Sie haben sichsicher bereits ein eigenes Bild von der Argentinischen Dogge gemacht, und vielleicht finden Sie sogar, dass sie für Sie die richtige ist. Wir überlassen allerdings nichts dem Zufall und bringen Ihnen diese wunderschöne Rasse noch etwas näher. 

I.Temperament

Eine typische Argentinische Dogge sollte laut Standard intelligent, fröhlich und freundlich sein. Sie sollte sich aber gleichzeitig auch ihrer riesigen Kraft bewusst sein, mit der sie leicht jemandem schaden könnte. Bei einer gut erzogenen Argentinischen Dogge sollten Aggressionen allerdings selten auftreten. Obwohl die Rasse gerade für ihre sehr dominante Art bekannt ist, sollte nicht vergessen werden, ihre riesige Liebe zu ihrer Familie zu erwähnen, die sie mit allem verteidigen würden, was sie haben. Gerade ohne Familie an ihrer Seite kann die Argentinische Dogge sehr unglücklich sein! Lange, einsame Tage in einer leeren Wohnung oder in einem Zwinger sind für sie sicherlich nicht das Gelbe vom Ei – ungeachtet dessen, dass er zweifelsohne ein sehr aktiver Hund ist, der für ein zufriedenes Leben jede Menge Bewegung, Herumtollen und auch einen Haufen an mentaler Aktivität braucht. Die Argentinische Dogge liebt das Spielen, bei dem sie gerne auch die kleinsten Familienmitglieder mit einbinden, denen gegenüber sie sehr loyal sind. 

Fremden Menschen gegenüber kann sich die Argentinische Dogge allerdings wachsam und misstrauisch verhalten, bevor sie diese aufmerksam kennenlernt – auch das macht aus ihnen einen großartigen Wachhund, mit dem sich so ziemlich jeder sicher fühlen würde. Aber auch dieser großartige Hund kann für seine Umgebung gefährlich werden, wenn der Mensch seine Erziehung nicht auf die Reihe bringt. Wenn Sie also über die Anschaffung einer Argentinischen Dogge nachdenken, beurteilen Sie zuallererst Ihre eigenen Fähigkeiten! 

II. Aussehen

Die Argentinische Dogge fesselt einen gleich auf den ersten Blick – sie sind ansehnlich, majestätisch und wunderschön weiß (wenn sie sich nicht gerade in etwas gewälzt haben). Wenn etwas Theorie handelt es sich um eine große Hunderasse von molossoidem Typ, mit einem harmonischen, muskulösen Körperbau auf festen Beinen. Für die Argentinische Dogge ist auch ein starker Hals, ein geräumiger Brustkorb, ein langer Rumpf und ein muskulöser Rücken typisch, der mit einer lange, hoch getragene Rute endet.

Der majestätische Eindruck wird auch durch ihren wunderschönen Kopf unterstützt, denn er verstärkt das starke und schwere Aussehen der Rasse nochmal deutlich. Er ist mächtig, ohne schärfere Umrisse mit einer massiven, abgerundeten Schädelbasis. Die Nase ist schwarz pigmentiert und sollte leicht nach oben zeigen, damit sie das Ende des konkaven Nasenrückens bildet. Die dunklen, mandelförmigen Augen haben einen aufmerksamen, aber teils auch harten Ausdruck und sind weit auseinanderliegend. Die Krone dieser Schönheiten bilden die hoch angesetzten, dreieckigen Ohren, die angesichts der breiten Schädelbasis ebenso weit auseinander liegen. Wenn sie nicht kupiert wurden, haben sie eine hängenden Spitze, die den hinteren Teil der Wange verdeckt. 

Die Argentinische Dogge sollte eine feste, aber weiche Haut haben, die gut am Körper anliegt – eine Ausnahme bildet die Halspartie, in der die Haut etwas lockerer sitzt. Das Fell sollte immer weiß, glatt und kurz sein. Die Bewegung der Argentinischen Dogge ist energisch und flott.

III. Beziehung zu Kindern und Haustieren

Obwohl manche Leute dieser Behauptung, wegen ihrer Vorurteile, keine Glauben schenken würden, kann man die Argentinische Dogge als einen großartigen Familienhund bezeichnen (natürlich unter bestimmten Voraussetzungen!). Dem ist wirklich so! Eine gut geführte Argentinische Dogge liebt die ganze Familie, samt der Kleinsten. Obwohl sie der ideale Geselle für Kinder ist, ist es IMMER notwendig, daran zu denken, dass es sich dabei immer noch um einen großen Hund mit riesiger Kraft handelt – lassen sie vor allem kleine Kinder niemals ohne Aufsicht eines Erwachsenen mit dem Hund allein! Auch ein kleiner Unfall oder ein kleines Erschrecken kann ein großes Unglück verursachen, obwohl der Hund perfekt erzogen ist. Überlassen Sie auch die Erziehung der Kinder nicht dem Zufall, und bringen Sie ihnen bei, wie sie sich Tieren gegenüber zu verhalten haben. Wichtig ist auch die richtige Sozialisierung der Welpen mit Kindern, bei der sie keine negativen Erfahrungen sammeln sollten. 

Wenn sie andere Haustiere haben, müssen Sie die Wesenszüge der Argentinischen Dogge in Betracht ziehen, dank denen das Zusammenleben mit anderer Fauna ein Problem darstellen könnte. Abgesehen von dominantem Verhalten, ist bei dieser Rasse auch der Jagdinstinkt stark ausgeprägt, der vor allem kleinere Tiere oder sogar Hunde in Gefahr bringen könnte. Die Beziehung zu anderen Hunden hängt sehr von der Erziehung, Sozialisierung und natürlich vom Wesen eines jeden Hundes ab. Wenn Sie zwei Hunde gleichen Geschlechts haben, sollte von der Möglichkeit ausgegangen werden, dass es zu einem Hierarchiekampf kommen kann – diese muss man sogar manchmal durch die Trennung der Tiere in Abwesenheit der Besitzer lösen. Es ist aber gewiss nicht die Regel, dass jede Argentinische Dogge ein tierisches Einzelkind bleiben muss. Wenn sich die AD an die Anwesenheit eines weiteren Hundes oder Tieres gewöhnt, kann das Zusammenleben problemlos verlaufen. Seien Sie bei Spaziergängen aber wachsam, und beaufsichtigen Sie das Kennenlernen anderer Hunde.  

IV. Erziehung und Training 

Eine gut geführte Erziehung ist sicherlich einer der wichtigsten Faktoren, die mit einem zufriedenen Zusammenleben mit der Argentinischen Dogge zusammenhängen – man sollte frühzeitig damit beginnen und sie sollte angemessen konsequent sein. Ein unerlässlicher Bestandteil der Erziehung ist natürlich die Sozialisierung, die bei der Argentinischen Dogge besonders wichtig ist, vor allem wegen der zukünftigen Beziehung zu Hunden, fremden Menschen und insgesamt der problemlosen Bewältigung von Alltagssituationen. Der Besitzer sollte auf die Bewältigung von möglichen Äußerungen dominanten Verhaltens vorbereitet sein, von denen, man wegen des Wesens dieser Rasse, ausgehen kann – die Hauptsache ist, sich diesen Hund nicht über den Kopf wachsen zu lassen und immer ruhig zu bleiben. Damit aus der Argentinischen Dogge ein ausgeglichener Hund ohne Anzeichen von Aggressivität wird, ist sicherlich ein ausgeglichener Besitzer mit angeborener Autorität nötig, der etwas von Hundeerziehung versteht und vor allem mit Liebe erzieht. Physische Bestrafungen haben gewiss nichts in der Erziehung zu suchen! Diese können sogar große Schäden in Form von Vertrauensbruch, oder aggressivem Verhalten mit sich bringen. 

Wenigsten eine Grunderziehung sollte bei einem Argentinischen Doggen auf jeden Fall durchgeführt werden – eine erwachsene Argentinische Dogge kann über 60 kg wiegen, also wollen Sie sicher nicht mit ihr kämpfen. Ein guter Grundgehorsam ist sicher auch bei Spaziergängen von Nutzen, bei denen der Hund perfekt abrufbar sein muss, damit er frei laufen darf. 

Zum Glück handelt es sich um einen sehr intelligenten Hund, der das Training mit links schaffen wird. Als Motivation dient der Argentinischen Dogge vor allem die Freude ihres Besitzers, die sie mit gut getaner Arbeit belohnt. Dank ihrer großartigen Arbeitseigenschaften nutzt man die Argentinische Dogge für viele Gebiete – sie ist sehr widerstandsfähig, zäh und selbstbewusst, was aus ihr einen hervorragenden Dienst- und Jagdhund macht, der noch dazu eine hervorragende Nase hat. 

V. Gesundheit und Pflege 

Gehen wir in diesem Abschnitt auf die gesundheitlichen Probleme ein, auf die eine Argentinische Dogge in ihrem Leben stoßen kann. Das erste, woran viele erfahren Hundehalter beim Anblick der stattlichen Argentinischen Dogge denken, sind Probleme mit dem Bewegungsapparat – auch diese bleiben ihnen leider nicht verschont. Das häufigste Problem in dieser Richtung ist vor allem die Hüftdysplasie, die den Hund unschön leiden lassen kann. Das Risiko des Aufkommens dieser genetisch bedingten Krankheit können Sie durch die sorgfältige Auswahl einer Zuchtstation senken, die die Elterntiere testen und deren Hüftgelenke in Ordnung sind. Den Bewegungsapparat Ihres Hunden können Sie durch geeignetes Futter für große Rassen und durch die Erhaltung eines gesunden Gewichts, das die Gelenke schont, schützen. 

Weitere gesundheitliche Probleme können beispielsweise eine Hypothyreose (eine Schilddrüsenerkrankung), ein Glaukom (grüner Star), eine Kehlkopfparalyse oder Taubheit sein. Wir empfehlen, sich nach einem Züchter umzusehen, der den sog. BEAR Test durchführt, der beim Welpen eine Taubheit ausschließt.

Die Pflege der Argentinischen Dogge ist nicht sonderlich anspruchsvoll – ihr Fell gehört sicher nicht zu denen, die Sie stundenlang bürsten müssen. Das gelegentliche durchgehen des Fells mit einem Gummihandschuh oder Furminator genügt bei Weitem. Vergessen Sie aber regelmäßige Kontrollen der Ohren, Augen und des Gebisses nicht, die eine Entzündung, oder ein anderes Problem aufdecken könnten. Widmen Sie auch den Krallen Ihres Hundes Aufmerksamkeit, und wenn sie Ihnen lang erscheinen, lassen Sie sie kürzen. 

VI. Ansprüchigkeit

Wenn Sie einen anspruchslosen Hund suchen, sehen Sie sich nach einer anderen Rasse um – die Argentinische Dogge gehört nämlich zu den Hunden, die wirklich weit davon entfernt sind, anspruchslos zu sein. Sie haben sich sicher aus den vorhergehenden Abschnitten ein Bild davon gemacht, wie wichtig eine gute Erziehung und ausreichend physische als auch mentale Aktivität bei der Argentinischen Dogge ist. Sie erhalten nämlich den Hund (und oft auch dessen Besitzer) in psychischer Ausgeglichenheit. Die Argentinische Dogge ist also ein Hund, der viel von Ihrer Zeit und Aufmerksamkeit beansprucht – vor allem wenn sie dauerhaft im Garten leben oder tagsüber allein zu Hause in der Wohnung bleiben. Wie viele andere Hunde auch, können sie bei Langeweile jede Menge interessanter Ideen für die Gestaltung der Inneneinrichtung, oder des Gartens haben. Wenn wir vom Garten sprechen, sollte ebenfalls erwähnt werden, dass man ihn mit einem anständigen Zaun absichern muss, damit die territorial veranlagte Argentinische Dogge darin verweilt, und alle potenziellen hündischen Gäste draußen – es könnte nämlich ihr letzter Besuch werden.

Komplikationen können auch auftauchen, wenn Sie sich entscheiden, mit Ihrem Hundefreund ins Ausland zu fahren. Obwohl die Argentinische Dogge ein Hund ist, der den Transport normalerweise gut übersteht, kommen manche Länder nicht so gut mit ihrer Anwesenheit in deren Gebiet klar. Wenn Sie also die Landesgrenze überqueren wollen, vergessen Sie nicht, sich im Voraus zu informieren, ob Sie ihren Hundefreund überhaupt mitnehmen dürfen. 

Die Fragen, wie sehr die Anschaffung und folgende Pflege dieser weißen Schönheit ihren Geldbeutel beansprucht, ist berechtigt – es geht nämlich nicht um geringfügige Summen. Rechnen müssen Sie aber auch mit der Anschaffung von qualitativ hochwertigem Futter, von dem die Argentinische Dogge, angesichts ihres Gewichts und ihrer Aktivität, recht viel braucht.

Das einzig nicht anspruchsvolle bietet die Pflege des Äußeren, wenn Sie also andere Aktivitäten als langwieriges Bürsten von Hundefell bevorzugen, wird Ihnen das fast „wartungsfreie“ Fell der Argentinischen Dogge sicherlich sympathisch erscheinen. 

VII. Geschichte 

Die Argentinische Dogge ist eine relativ junge Hunderasse, die in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts in der argentinischen Provinz Cordoba zum Vorschein kam. Als Stammvater der Rasse kann man den dortigen Arzt und Alteingesessenen Dr. Antonio Nores Martinéz ansehen, der im Jahr 1928 den Rassestandard zusammensetzte und ihnen den heutigen Namen gab. Seine Experimente mit der Kreuzung von Hunden begannen mit der systematischen Kreuzung von dortigen, reinrassigen Hunden und den „Kampfhunden“ aus Cordoba, die die gesuchten äußeren Eigenschaften trugen, deren Charakter aber hochgradig unausgeglichen war. Die Vorfahren dieses Hunden waren wohl Mastiffs, Bulldoggen oder Bullterrier, die damals sehr beliebt bei Hundekämpfen waren. Diese Art von Unterhaltung wurde damals als normal erachtet und war in allen sozialen Schichten beliebt. 

Doktor  Antonio Nores Martinéz gelang es nach mehreren Generationen endlich eine zufriedenstellende Gruppe von Hunden zu züchten, die nicht nur das gewünschte Äußere hatten, sondern auch ein zufriedenstellendes Wesen. Außerdem haben sich diese Hunde auch in einer anderen Leidenschaft ihres Besitzers bewährt – bei der Jagd von Großwild. Bei ihren Jagdstreifzügen zeigten die Argentinischen Doggen solch herausragende Fähigkeiten, dass sie zu unentbehrlichen Begleitern des Doktor Martinéz wurden. Später zeigte sich, dass diese Hunde, außer der Jagd, auch die Rolle von Gesellen und Wächtern gut bewältigten, die den Besitzer und sein gesamtes Anwesen nicht nur vor Schwarzwild, sondern auch vor Pumas oder anderen Schädlingen schützen konnten, die es in dieser Gegend Südamerikas gab. Es ist demnach kein Wunder, dass dieser starke Athlet immer beliebter wurde und im Mai 1964 offiziell vom argentinischen kynologischen Verband als selbstständige Rasse anerkannt wurde. Seitdem werden Hunde dieser Rasse in der agronomischen Gesellschaft  Sodiedad Rual Argentina registriert, und seit dem 31.7.1973 wird die Rasse sogar von der internationalen kynologischen Föderation FCI anerkannt. Die Argentinische Dogge ist die erste und bisher einzige Rasse aus Argentinien, die von dieser bedeutsamen Föderation anerkannt wird. Dank für diese Tatsache gebührt sicherlich Doktor August Noresi Martinéz, der wegen seiner unermüdlichen Bemühungen in die Fußstapfen seines Bruders trat – des ursprünglichen Gründers der Rasse. 

VIII. Wichtige Informationen

Gewicht:Rüden: 45-60 kg Hündinnen: 40-45 kg 
Stockmaß:Rüden: 62-68 cmHündinnen: 60-68 cm
Typisches Merkmal:weiße Farbe, hängende Ohren
Trainingsanforderungen: hoch
Energie: hoch
Lebensdauer:10-12 Jahre
Neigung zum Speichelfluss:  niedrig
Neigung zum Schnarchen: mittel
Neigung zum Bellen:niedrig
Neigung zum Buddeln: mittel
Aufmerksamkeitsnotwendigkeit: hoch
Ursprüngliche Nutzung: Jäger
Felllänge: kurz
Felltyp: glatt
Fellfarbe:weiß
Notwendigkeit der Fellpflege: durchschnittlich

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