fbpx

18 Gründe, sich (k)einen Dobermann anzuschaffen

Den Dobermann ordnen viele Leute in eine Schublade ein. Er ist für sie der langbeinige „Schlägertyp“, den man lieber mit weitem Bogen meidet. Wenn Sie aber zu denjenigen gehören, die ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen, können Sie in dieser imposanten Rasse eine wirkliche Perle entdecken.  

NEUN Gründe, sich einen Dobermann anzuschaffen  

  • Der Dobermann ist ein Athlet mit Leib und Seele – er liebt Bewegung und hat unermesslich viel Energie. Er ist also ein idealer Hund für sportliche Menschen oder aktive Familien. 
  • Obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, sind sie für Familien mit Kindern geeignet. Dobermänner haben ein großes Herz und lieben ihre Familie abgöttisch. 
  • Sie müssen nicht in einem Haus mit Garten wohnen, um sich den Traum von einem Dobermann erfüllen zu können. Solange Sie ihm genügend Bewegung bieten können, kann er auch in einer Wohnung glücklich werden.  
  • Durch gutes Training kann die Rasse zu einem tollen Arbeitshund werden –  ihnen fehlt es gewiss nicht an Intelligenz und Ausdauer.
  • Kein stundenlanges Bürsten des Fells! Das Fell der Dobermänner braucht nicht viel Pflege, Sie können die Zeit also mit gemeinsamen Aktivitäten verbringen. 
  • Sie sind hervorragende Wachhunde – Sie wissen über jede Bewegung in der Umgebung Bescheid. Dank ihnen ist das Haus und die ganze Familie in absoluter Sicherheit. 
  • Der Dobermann sieht imposant aus. Bei Spaziergängen bekommen Sie von anderen Fußgängern sicher viel Aufmerksamkeit. Vergessen Sie aber nicht, dass ein Hund kein Modeaccessoire ist!
  • Ihrer talentierten Nasenarbeit entgeht nichts! Dies kann zu einer großartigen Freizeitaktivität beitragen. 
  • Dobermänner missen meistens den typischen Hundegeruch, also wird ihre Anwesenheit nicht zu riechen sein. 

NEUN Gründe, sich keinen Dobermann anzuschaffen 

  • Drei kurze Spaziergänge am Tag genügen dem Dobermann sicher nicht. Für ein glückliches Leben brauchen sie viel Bewegung.
  • Auch sein Kopf darf nichts missen! Es ist notwendig, dem Dobermann genügend Aktivitäten zu bieten, bei denen auch sein Gehirn angestrengt wird. Das Herumlaufen im Garten reicht dafür nicht aus.
  • Wenn Sie es nicht schaffen, einen Yorkshire Terrier zu erziehen, dann schaffen Sie sich auf keinen Fall einen Dobermann an. Hier kann schlechte Erziehung nicht nur kleine Probleme verursachen. 
  • Der Dobermann eignet sich, wegen seines kurzen Fells, nicht für einen ganzjährigen Aufenthalt draußen. 
  • Hundefreunde werden Sie wohl schwer finden – Dobermänner sind oft nicht besonders freundlich anderen Hunden gegenüber.
  • Ebenso können einige von ihnen fremden Menschen gegenüber misstrauisch sein. Ein gut erzogener Hund greift aber niemals an, wenn er keinen triftigen Grund hat.  
  • Obwohl Dobermänner als gesunde Rasse angesehen werden, kann bei ihnen die Dilatative Kardiomyopathie vorkommen, die ihre häufigste Todesursache darstellt.
  • Dobermänner sind sehr fixiert auf ihren Besitzer oder ihre Familie – Sie werden die Trennung von ihnen also nicht immer gut vertragen. 
  • Nicht jedem wird ihr haariger Gefährte gefallen. Sein Aussehen kann manchen schnell Angst machen, deswegen ist notwendig, daran zu denken, bevor Sie ihn von der Leine lassen. 

Zusammenfassung

Der Dobermann ist sicher kein Hund für Jedermann. Sein hoher Bewegungsdrang, seine mentale Aktivität und die Notwendigkeit einer konsequenten Erziehung, machen aus ihm eine Rasse, die nur für Menschen geeignet ist, die sich wirklich mit ihm beschäftigen. Manchmal kann beim Dobermann ein unerwünschtes Verhalten oder sogar Aggressivität auftreten. Wenn Sie den Hund aber konsequent und liebevoll erziehen und ihm genügend Bewegung und Liebe zukommen lassen, bekommen Sie den treuesten Freund, der Sie auch noch über alles lieben wird. Der Dobermann bewacht zudem Ihre Familie und Ihr Haus – er erkennt natürlicherweise, wer in Ihrer Nähe willkommen ist und wer nicht. Leider entziehen sich auch ihm gesundheitliche Probleme nicht. Dobermänner leiden an Herzerkrankungen, und angesichts ihrer Größe können sie auch an Hüft- und Skapula Dysplasien leiden. 

Allgemeine Charakteristik des Dobermanns

Wenn Sie einen sportlichen Hund für Ihre kynologischen Ambitionen suchen, oder ein weiteres Familienmitglied für Ihre aktive Familie, dann können Sie nun endlich aufhören, zu suchen. Wenn Sie, um sicher zu sein, aber doch noch mehr über Dobermänner herausfinden wollen, dann lesen Sie weiter. Vielleicht finden Sie ja heraus, dass gerade er derjenige ist, den Sie suchen. 

I. Temperament

Der Dobermann ist eine sehr intelligente Rasse, die unter anderem für ihren hervorragenden Geruchssinn geschätzt wird. Dieser wird abgesehen von seiner Intelligenz auch durch seine Ausdauer, Verlässlichkeit und auch seine hervorragende Trainierbarkeit unterstützt.

Die überschwänglich energischen Hunde lieben ihre Besitzer und auch ihre Familien, samt der Kinder. Fremden Menschen gegenüber kann sich der Dobermann aber sehr misstrauisch und wachsam verhalten, deshalb ist es sehr wichtig, die Erziehung nicht zu vernachlässigen. Nur so wird der Dobermann zu einem zuverlässigen Hund, der für seine Umgebung nicht zur Gefahr werden kann. 

II. Aussehen

Ein athletischer, muskulöser Körper ist das typische Merkmal der Dobermänner. Dank ihrer eleganten Art und der stolzen Körperhaltung können sie sehr aristokratisch wirken. Dieser Eindruck wird von einem langen, hoch ragenden Hals unterstützt, an den ein großer Kopf mit einer langgestreckten Schnauze anknüpft. Dobermänner haben einen sehr lebendigen, entschlossen Ausdruck und einem Funkeln in den Augen.

Ihre Ohren sind natürlich hängend, wurden früher aber oft kupiert – das ist ein Eingriff, bei dem ein Teil des Ohrs chirurgisch entfernt wird und der Rest so zurecht gemacht wird, dass er eine stehende Spitze bildet. Dieser Eingriff ist in der Tschechischen Republik seit 1922 verboten und wird als Tierquälerei eingestuft. Auch die Rute der Dobermänner wurde nicht vom Umformen verschont und wurde oft bis hin zur Form eines kurzen Stumpfes verkürzt. Heutzutage sind diese Gestaltungen zwar im Rassestandard unerwünscht, wir können aber immer noch auf Dobermänner stoßen, bei denen man sie sehen kann. 

Das Fell der Dobermänner ist in der Regel kurz und glänzend und in mehreren Farbvarianten geläufig – die häufigste ist schwarzrot, aber es tauchen auch braune, blaue oder fawn auf. 

III. Beziehung zu Kindern und anderen Tieren 

Einige Menschen würden beim Anblick eines Dobermanns in der Nähe eines kleinen Kindes einen Herzinfarkt erleiden, aber diese Voreingenommenheit ist hier vollkommen unbegründet. Dobermänner sind nämlich großartige Hunde für Familien mit Kindern, zu denen Sie eine sehr innige Beziehung haben. Wenn der Dobermann an Kinder gewöhnt ist, kann er ein sehr liebenswürdiger Geselle für sie sein (natürlich immer unter Aufsicht eines Erwachsenen). 

Die Beziehung zu anderen Haustieren muss dann aber doch nicht so innig sein, besonders wegen seiner der Tendenz zur Dominanz. Das alles wird jedoch durch die richtige Sozialisierung, Erziehung und Gewohnheit beeinflusst – ein gut erzogener Hund greift andere Tiere niemals grundlos an.

IV. Gesundheit und Pflege

Der Dobermann gehört nicht zu den Rassen, die stets an irgendwelchen Krankheiten leiden. Dennoch können auch bei ihnen Probleme auftreten, die einen Tierarztbesuch unvermeidbar machen. Zu den häufigsten Probleme gehört zum Beispiel die Hüft- oder Skapula Dysplasie.

Häufiger als bei anderen Rassen kommt bei Dobermännern aber die Dilatative Kardiomyopathie vor, die leider oft schicksalhaft für diese Hundeschönheiten verlaufen kann. Unter den weiteren, beim Dobermann bekannten Krankheiten, befindet sich die Von-Willebrand-Krankheit, die progressive Schleimhautatrophie und das Wobbler Syndrom. 

Die Fellpflege des Dobermanns ist nicht so kompliziert – ihr kurzes Fell braucht weder tägliches Bürsten, noch häufiges Baden. Regelmäßiges „Streichen durch das Fell“ mit einem Gummihandschuh, der für Hundefell bestimmt ist, schadet allerdings nicht. Es hilft auch, lockeres Fell, das im Verlauf des ganzen Jahres auftritt, zu entfernen. 

V. Erziehung und Training

Sowohl das Training, als auch die Erziehung des Dobermanns sollten positiv verlaufen, ohne Zwang und erst recht nicht mit Gewalt. Druck oder physische Strafen könnten Unausgeglichenheit oder Angst verursachen, die sogar mit dem Beißen des Besitzers enden könnten. Dennoch ist es wichtig, Konsequenz zu bewahren, während man zugleich das Selbstbewusstsein des Hundes unterstützt, das ihm die Lust zur Arbeit verleiht.

Dobermänner sind sehr arbeits liebende, beherrschbare Hunde, mit der Fähigkeit, schnell zu lernen. Auch das macht aus ihnen beliebte Partner für die Arbeit, den Gebrauchshundesport oder für Spiele im Kreise der Familie. Wie bei allen Rassen ist die Sozialisierung der Grundstein der Erziehung. 

VI. Ansprüchigkeit

Dobermänner sind vor allem zeitlich anspruchsvoll – sie brauchen nämlich jede Menge Bewegung und konsequente Erziehung, die ihre Zeit benötigt. Kopfloses Herumrennen im Garten reicht dem Dobermann sicherlich nicht. Um glücklich zu leben, müssen abgesehen von ihren Beinen auch der Kopf beansprucht werden. Die Pflege ihres Äußeren ist nicht so anspruchsvoll, weil ihr Fell kurz ist und kein tägliches Bürsten benötigt. Die finanziellen Ansprüche sind beim Dobermann genauso hoch, wie bei anderen großen Rassen – Sie müssen damit rechnen, dass ein großer Hund auch sehr viel frisst. Auch die Tierarztkosten wachsen mit der Größe des Hundes. 

VII. Geschichte

Die Rasse ist im Städtchen Apolda entstanden, als ein deutscher Steuereintreiber und Wachmann einen Hund züchten wollte, der ihn bei Geldtransporten begleiten würde und ihn vor Dieben beschützen könnte. Ende des 19. Jahrhunderts züchtete Louis Dobermann also seinen gewünschten starken Hund, mit hervorragender Ausdauer und Intelligenz, der nach ihm benannt wurde.

Der Dobermann hat Wurzeln aus ziemlich vielen Rassen, wie zum Beispiel dem Rottweiler, dem Deutschen Pinscher, dem Englischen Windhund, dem Weimaraner, der Dogge und dem Thüringer Schäferhund. Das genaue „Rezept für einen Dobermann“ ist aber ein Geheimnis, das zusammen mit Louis Dobermann verstorben ist.

Bis heute durchlief die Rasse verschiedenen Änderungen, die erst durch Otto Göller gestoppt wurden. Ihm wird der größte Verdienst am großartigen Wesen und Aussehen der heutigen Dobermänner angerechnet.

VIII. Wichtige Informationen

Gewicht:Rüden: 29-40 kg Hündinnen: 29-40 kg
Stockmaß:Rüden: 66-71cm Hündinnen: 60-66 cm
Typisches Merkmal:natürlich hängende Ohren 
Trainingsanforderungen:durchschnittlich
Energie:sehr energisch
Lebensdauer:10-12 Jahre
Neigung zum Speichelfluss:niedrig
Neigung zum Schnarchen:niedrig
Neigung zum Bellen:niedrig
Neigung zum  Buddeln:niedrig
Aufmerksamkeitsnotwendigkeit:mittel
Ursprüngliche Verwendung:Geselle, Schutzhund 
Felllänge:kurz
Felltyp:glatt
Fellfarbe:schwarz, rot, blau, fawn (alle mit braunen Abzeichen) 
Notwendigkeit der Fellpflege:niedrig

1 komentář u „18 Gründe, sich (k)einen Dobermann anzuschaffen“

  1. Welcher „Dobermann – Experte“ hat denn diese Rassebeschreibung verfasst ? So war dies möglicherweise vor 70-100 Jahren.
    Erstmal ist der Dobermann mittlerweile die Rasse mit den meisten genetischen Erkrankungen. Ich zähle mal „nur“ die Tödlichen von diesen auf : Selbstverständlich als erstes zu nennen, mit den zahlenmäßig häufigsten Todesopfern , ist die DCM ,betroffen, nach aktuellem Forschungsstand ( Studie von Dr. Wess und Kollegen, Uni München im 21 . Forschungsjahr und seit Beginn ununterbrochen steigend) 58,7 % der Rassepopulation , von folgenden kenne ich die konkreten Zahlen nicht ,aber selten ist mal etwas völlig anderes. Extrem progressive Form des Knochenkrebses , kann ,nach der Diagnose , innerhalb von Wochen zum Tod führen. Der mir persönlich bekannte Dobi war knapp 4,5 Jahre alt, ab dem Tag der Diagnose dauerte es acht Wochen bis der Hund , ohne eingeschläfert zu werden, verstarb . Die gleichzeitig diagnostizierte DCM konnte , trotz fehlender Behandlung , ihn nicht mehr töten . Wobbler Syndrom beruht auf Unterbrechungen im Leitungssystem des Rückenmarks . Bin ich nicht ganz exakt informiert, führt auf jeden Fall häufig zu spontanen Lähmungen der Beine . Kann ,in manchen Fällen, behandelt, der Erfolg ist jedoch keinesfalls zwingend . Außerdem gibt es eine genetisch bedingte Form der Hepatitis, kann durch Medikamente verzögert werden , aber aufgrund der immer geringeren Funktionsfähigkeit der Leber , führt es selbstverständlich auch frühzeitig zum Tod . Wille Brand , HD, ED , OMD , usw. sind eher nebensächlich. Irgendeine der tödlichen Krankheiten und wer , da ich keine Veterinärin ,weiß was diese armen Tiere noch alles haben. Den ältesten Dobi ,den ich kennengelernt habe ,außer meinem eigenen, der ist am vergangenen 23.7. elf Jahre alt geworden und ist „gesegnet“ , aufgrund nur einer einzigen genetisch bedingten Erkrankung , der Sehnenschwäche an den hinteren Gliedmaßen , ansonsten sein komplettes Skelett ist einwandfrei, sein Stoffwechsel usw . ist bisher gesund und war ,während seines langen
    Lebens ,niemals krank , außer der erwähnten Sehnen,
    war vor ca . einem Jahr ein sieben Jahre alter und selbstverständlich herzkrank, dementsprechend ist er ,trotz der Medikamente ,heute nicht mehr am Leben . Das zeigt ein völlig anderes Bild dieser Rasse , weil irgendwelche Stümper , fern jeglichen rudimentären Wissens ,bezüglich der Genetik , sich Züchter nennen dürfen, ohne ,mit Sicherheit , auch nur ein einziges Gesetz Mendel’s zu kennen.
    Letztendlich sei noch zu erwähnen, daß mein ,bis heute ,ausgesprochen hübscher , alter „Nasenbär“ , aufgrund etwas geringer Größe, nur 66cm Stockmaß, anstelle der mindestens 68 cm geforderten Höhe für Rüden, niemals vom VdH gekört worden wäre!!! Man muß eben Prioritäten setzen 🤣, frag sich nur , war es überhaupt auch nur ein einziges Gehirn , welches für diese unerklärlichen Zustände verantwortlich war, ich denke , dieser Begriff ist bei soviel vorhandener Idiotie nicht anwendbar.

    Odpovědět

Napsat komentář

Novinky a exkluzivní obsah do emailu