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18 Gründe, sich (k)einen American Staffordshire Terrier anzuschaffen

Der Held des heutigen Artikels spaltet die Gesellschaft in zwei Gruppen: die einen verehren ihn, die anderen würden ihn am liebsten verbieten. Der „Amstaff“ ist jedoch ein wirklich großartiger, herzlicher Hund, der den Ruf, den er vor allem aus den Medien hat, wirklich nicht verdient. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie sich, nach dem Lesen des Artikels, nicht nur in sein Wesen, sondern auch in sein breites Grinsen verlieben. 

NEUN Gründe, sich einen American Staffordshire Terrier ANZUSCHAFFEN  

  • Die Staffords sind eine unglaublich vielseitige und aktive Rasse, mit der man so einige Dinge tun kann – über Bull-Sportarten und Coursing, bis hin zum Gebrauchshundesport. 
  • Trotz der falschen Vorurteile sind Amstaffs großartige Hunde für Familien mit Kindern – sie überschütten sie vor Liebe! 
  • Die Staffords gehören zu den sehr intelligenten Rassen. Er versteht die Anforderungen seines Besitzers schnell und lernt sehr gerne. 
  • Auch in der Wohnung kann der AST zufrieden leben – das aber nur unter der Voraussetzung, dass er sich genügend bewegen und geistig ausgelastet kann.   
  • Dank des Rufs des Staffords machen garantiert alle fragwürdigen Gestalten einen Bogen um Sie. Würden Sie jemand verletzen wollen, würde der Amstaff nicht zögern, seine berühmte Beißkraft zu demonstrieren. 
  • Das Fell der Amstaffs ist pflegeleicht und hat auch keinen markanten Eigengeruch. 
  • Ihre mittlere Größe finden viele genau richtig – Sie müssen sich zu ihrer Beförderung keinen LKW kaufen, haben im Bett aber immer noch etwas Platz neben dem haarigen Eindringling.  
  • Schmusen ist ihre Lieblingsdisziplin. Sie zeigen Ihnen gerne, wie sehr sie sich über angenehmes Schmusen oder Streicheln hinter dem Ohr freuen. 
  • Staffords können dank ihrer Ergebenheit und Ausdauer als Diensthunde in vielen Bereichen glänzen. 

NEUN Gründe, sich KEINEN Staffordshire Terrier anzuschaffen 

  • Der Amstaff ist kein Hund für Jedermann. Wenn Sie keine Zeit, Nerven oder Selbstbewusstsein für eine konsequente Erziehung haben, dann schauen Sie sich lieber nach einer anderen Rasse um. 
  • Eine explodierte Couch, ein Loch in der Tür, ein zerfledderter Teppich und wirklich wütende Nachbarn – das bewerkstelligt Ihr Stafford während Ihrer kurzen Abwesenheit aus Langeweile, oder weil er Sie vermisst. Das Zuhause muss also so abgesichert werden, dass der Hund weder die Einrichtung zerstört, noch sich selbst verletzen kann. 
  • Staffords lieben Bewegung und können ohne sie nicht leben. Wenn Sie ihm nicht genügend davon bieten können, kann sich der Hund eine ungeeignete Beschäftigung suchen – zum Beispiel die bereits genannte, explodierte Couch.  
  • Diese Rasse ist nicht allzu geeignet für Menschen ohne Erfahrung in Hundeerziehung. Ein schlecht erzogener Stafford kann zur Gefahr für seine Umgebung werden. 
  • Die Begegnung mit anderen Hunden muss nicht immer gut ausgehen. Nicht alle von ihnen sind freundlich zu anderen Hunden. 
  • Wenn Sie sich einen Amstaff anschaffen, müssen Sie mit einer Menge Reaktionen aus Ihrer Umgebung rechnen. Um Anmerkungen zu Kampfhunden und Kinderfressern werden Sie nicht herumkommen.  
  • Das kurze Fell der Amstaffs ist nicht für den ganzjährigen Aufenthalt draußen geeignet. Für kühlere Temperaturen sollte man ihm eine wärmegedämmte oder leicht temperierte Hundehütte besorgen.  
  • Die Haltbarkeit von Spielsachen ist, in den Fängen dieser haarigen Torpedos, gleich Null. Wenn Sie nicht selbst eine Fabrik für Hundespielzeug betreiben, rechnen Sie mit dem häufigen Einkauf von Bällen, Zieh-und Zerrspielzeug und Plüschtieren. 
  • Die Staffords eignen sich, dank ihrer großen Fixierung auf ihren Besitzer, nicht besonders gut für die selbstständige Bewachung von Grundstücken. 

Zusammenfassung

Der Stafford ist ein Hund für Menschen, die mit ihren haarigen Gesellen viel Zeit verbringen wollen und sowohl mit seinem Körper als auch mit seiner Seele arbeiten wollen. Wenn Sie Ihren Amstaff unerzogen lassen, kann er sowohl für Sie, als auch für Ihre Umgebung zur Gefahr werden. Aus Langeweile oder Einsamkeit kann dieser Haudegen zur Massenvernichtungswaffe werden, und die gesamte Einrichtung Ihrer Wohnung kann zu seiner Zielscheibe werden. 

Ein gut erzogener Amstaff wird aber lediglich für seine Spielsachen oder alles, was Sie bedroht, gefährlich werden – er ist von Natur aus ein Beschützer seiner Familie. Wenn Sie ihm, wegen seines kurzen Fells, keinen warmen Rückzugsplatz bieten, wird die dauerhafte Bewachung von Grundstücken ist nicht gut klappen. 

Dank verantwortungsloser Besitzer hat der Stafford einen schlechten Leumund und den Ruf eines Totschlägers bekommen. In guten Händen ist er aber ein lächelnder, schmusender Sportler, der sowohl als Arbeitstier, als auch als Familienhund exzelliert. 

Allgemeine Charakteristik der American Staffordshire Terriers 

Wenn Sie Erfahrung mit Hundeerziehung, genug Freizeit und zu Hause etwas Platz für ca. 35 kg lebenden Glücks haben, haben wir den idealen Hund für Sie! 

I. Temperament

Im muskulösen, sehr energischen Körper des Amstaff schläft die Seele eines Liebhabers. Obwohl sein Körper großen Respekt hervorruft, verhält er sich Menschen gegenüber freundlich und kulant. Seinen Besitzer verehrt er und ist ihm ständig auf den Fersen – wenn Sie es ihm ermöglichen, begleitet er Sie ins Bad, unter die Bettdecke und bis auf die Toilette. 

Staffords mögen die Aufmerksamkeit von Menschen, und sie zeigen immer gern vor Besuch oder anderen Zuschauern, was sie können. Amstaffs genießen auch die Zuneigung von Kindern, wenn sich die Kinder ihren Hundefreunden gegenüber richtig verhalten können.

Inkonsequente Erziehung, Stress oder Frustration können aus dem lieben Stafford ein aggressives, gefährliches Tier machen, das keine Angst hat, zu beißen. Vor dem Anschaffen eines Hundes sollte man sich also Gedanken über seine Erziehungsmöglichkeiten und seine Freizeitmöglichkeiten machen. 

II. Aussehen

Ein großer Kopf, ein breites Lächeln und dicke Backen sind die Grunderkennungsmerkmale eines American Staffordshire Terriers – natürlich gemeinsam mit einem funkelnden Blick und rosenblatt förmigen Ohren. Den Stafford erkennen Sie auch an einem ausgezeichnet bemuskelten Körper mittlerer Größe und glänzendem Fell. Der Hals dieser Hunde ist sehr kräftig und geht schnell in die muskulöse Schulter über.

Der Rücken ist kürzer, leicht abfallend und hat eine tief angesetzte Rute mittlerer Länge. Starke Beine mit großen Pfoten sind eine feste Stütze für den gesamten Körper. Das Fell kann viele Farbvarianten haben – sehr häufig kommt die gestromte Farbe mit weißen Abzeichen vor, des weiteren auch sable, schwarz oder blau. Erlaubt sind allerdings auch alle anderen Farben samt Kombinationen. 

III. Beziehung zu Kindern und anderen Tieren

Staffords lieben Kinder, allerdings unter der Voraussetzung, dass sie an sie gewöhnt sind und wissen, wie sie sich ihnen gegenüber zu verhalten haben. Dies gilt beidseitig – wenn der Hund mit den Kindern in Harmonie leben soll, müssen Sie Ihre Kinder mit dem Grundregeln des richtigen Verhaltens diesen starken Tieren gegenüber bekannt machen. Lassen Sie aber den Hund und die Kinder keinesfalls unbeaufsichtigt, das gilt bei jedem Hund.  

Das Zusammenleben des Amstaffs mit anderen Haustieren hängt von seiner Sozialisierung, seinem Training und natürlich von seinem Wesen ab – einige lieben andere Tiere, aber viele können ihre Kämpfergene nicht zurückhalten und werden sich niemals mit anderen Haustieren anfreunden. Mit richtiger Erziehung kann man zumindest teilweise eine Toleranz erreichen. Wir empfehlen aber trotzdem nicht, den American Staffordshire Terrier mit anderen Tieren allein zu lassen, wenn er sich nicht bereits an sie gewöhnt hat. 

IV. Gesundheit und Pflege

Ebenso wie andere Hunderassen kann der American Staffordshire Terrier an verschiedenen Krankheiten leiden. Zu den häufigsten gehören vor allem Hüftdysplasien, Hypothyreose (mangelhafte Produktion von Schilddrüsenhormonen) und die atopische Dermatitis zusammen mit anderen Hautkrankheiten.

Die Pflege von Staffords umfasst keine komplizierten Prozeduren – das kurze Fell sollte von Zeit zu Zeit gebürstet werden, um ihm zu helfen, sich ausgefallenen Haare zu entledigen. Die Krallen kürzen sich meist bei Aktivitäten draußen von selbst, ggf. können sie einfach geschnitten oder gefeilt werden. Sonst genügt es, den Zustand der Ohren und Zähne regelmäßig zu kontrollieren. 

V. Erziehung und Training 

Eine richtige Erziehung bildet den Grundstein für ein zufriedenes Zusammenleben mit dem Amstaff. Mit der Sozialisierung und dem Training sollte man schon im frühen Alter beginnen, bevor der Welpe zu einem mächtigen, starken Hund wird.

Es ist sehr wichtig, dass der Hund von klein auf klare Regeln hat und seinen Platz in der Familienhierarchie kennt. Auch Konsequenz spielt bei der Erziehung eine Rolle – wenn Sie Ihrem Hund ein Kommando geben, sollte dieses immer komplett ausgeführt werden. Selbstverständlich soll die Erziehung ohne Strafen und psychischen Druck stattfinden – das Gegenteil würde zum Vertrauensbruch führen, was sich später in Form von Aggressivität manifestieren könnte. Wenn Sie aber Ihren Hund mit Selbstbewusstsein, Konsequenz und Liebe führen, bekommen Sie zur Belohnung einen loyalen, gehorsamen Gesellen, der in jeder Menge Tätigkeiten glänzt.

Wir empfehlen bei der Erziehung des Staffords die ganze Familie mit einzubinden – der Hund lernt so, mit weiteren Familienmitgliedern zusammenzuarbeiten, sein Respekt ihnen gegenüber vertieft sich auf natürliche Weise, und die Gehorsamkeit Ihres Hundefreundes ist somit nicht durch Ihre Anwesenheit limitiert.

Wenn Sie sich bei der Erziehung mit irgendetwas nicht sicher sind, ziehen Sie lieber einen Experten zu Rate, sodass er die Erziehung Ihres Hundes in die richtigen Bahnen lenkt.  

VI. Ansprüchigkeit

Die Ansprüche der Staffords sind nicht gerade hoch, sie brauchen nichts anderes als Bewegung, Liebe, Zeit, Geduld und eine konsequente Hand (das haben wir ein paar Absätze weiter oben beschrieben). Abgesehen davon ist der Amstaff aber nicht anspruchsvoll – d.h., wenn Sie genug Geld gespart haben.

Bei dieser Rasse lohnt es sich sicher, in einen Welpen mit Abstammungspapieren zu investieren, vor allem wenn Sie nicht von unerwünschtem Verhalten überrascht werden wollen, das im Standard des AST nichts zu suchen hat. Ganz zu schweigen vom Aussehen oder der Gesundheit! Auf den Kauf von qualitativ hochwertigem Futter, dem

Nachschub an Spielsachen und dessen Preisen sollte man sich aber einstellen. 

VII. Geschichte

Obwohl der American Staffordshire Terrier im 19. Jahrhundert in den USA entstanden ist, reichen die Wurzeln seiner Vorfahren nach Großbritannien, woher sie gemeinsam mit englischen Immigranten in die Vereinigten Staaten kamen. Hier hat man durch die Kreuzung mit Bulldoggen und Altenglischen Terriern versucht, den idealen Hund für Hundekämpfe zu züchten. Aus diesen Versuchen ging auch der American Pit Bull Terrier hervor, der ein enger Verwandter des Amstaff ist. Die Linien dieser „Cousins“ wurde später aber auf zwei Lager aufgeteilt. Eines der Lager schätzte bei seinen Hunden vor allem die Arbeitseigenschaften, das Wesen und die Unterstützung des Kampfgeistes (sog. Gejm) – so entstanden die Vorfahren der heutigen Pitbulls. 

Die Züchter des zweiten Lagers, die sich an der Zucht des heutigen Amstaff beteiligten, haben eher auf das Aussehen und die Einheitlichkeit der Rasse geachtet. Der Staffordshire Terrier wurde im Jahr 1936 vom American Kennel Club anerkannt, und im Jahr 1972 folgte auch der FCI mit der Anerkennung des Hundes. Diese gaben der Rasse ihren heutigen Namen. 

VIII. Wichtige Informationen

Gewicht:Rüden: 28-40 kg Hündinnen: 28-40 kg
Stockmaß:Rüden: 48 cm Hündinnen: 45 cm
Typisches Merkmal:muskulöser Körper, breite Wangen und Ohren in Form eines Rosenblattes 
Trainingsanforderungen:hoch
Energie:durchschnittlich
Lebensdauer:12-14 Jahre
Neigung zum Speichelfluss:niedrig
Neigung zum  Schnarchen: hoch
Neigung zum Bellen: mäßig
Neigung zum Buddeln: hoch
Aufmerksamkeitsnotwendigkeit:hoch
Ursprüngliche Nutzung:Hundekämpfe, Schädlingsjagd 
Felllänge:kurz
Felltyp:glatt
Fellfarbe:das Fell kann alle Farben haben: es kann mit Abzeichen oder einfarbig sein
Notwendigkeit der Fellpflege:gelegentliches Bürsten

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